Ausblick: Ab Juli geht's wieder los - wir freuen uns auf Sie und euch!

Ausblick: Ab Juli geht's wieder los - wir freuen uns auf Sie und euch!

Macht mit. Stellt eine Kerze in euer Fenster. Jeden Tag um 19:30 Uhr.

Bleibt behütet! Ein Netzwerk aus Licht und guten Gedanken

“Ich stelle eine Kerze in mein Fenster für alle, die sich fürchten, die verunsichert sind, für die Einsamen und die Kranken. Die Kerze soll ihnen ein leuchtendes Zeichen sein: Ihr seid nicht allein! Als Zeichen aber auch für mich, dass mir ein Licht aufgeht, ich die auferlegte Auszeit nutze und wahrnehme, was jetzt Not tut und was und wer wichtig ist im Leben. Und als Zeichen auch für Gott.” (Pfarrerin Henriette Crüwell)

 

Aus einem Rundschreiben des Stadtdekanats Frankfurt und Offenbach:

 

Die Erlösergemeinde Oberrad und die Friedensgemeinde Offenbach haben damit begonnen, jeden Abend um 19:30 Uhr die Vater-Unser-Glocke für 10 Minuten zu läuten. Gleichzeitig fordern sie auf, eine Kerze ins Fenster zu stellen.

 

Pfarrerin Jette Crüwell hat dazu folgenden Text auf Facebook veröffentlicht:
“Jeden Abend um 19.30 Uhr läuten ab heute für 10 Minuten die Kirchenglocken der Friedenskirche und der Erlöserkirche. Ich stelle dann eine Kerze in mein Fenster für alle, die sich fürchten, die verunsichert sind, für die Einsamen und die Kranken. Die Kerze soll ihnen ein leuchtendes Zeichen sein: Ihr seid nicht allein! Als Zeichen aber auch für mich, dass mir ein Licht aufgeht, ich die auferlegte Auszeit nutze und wahrnehme, was jetzt Not tut und was und wer wichtig ist im Leben. Und als Zeichen auch für Gott. IHM will ich vertrauen, dass Er uns und die Welt auch heute in Seinen Händen hält.

 

Macht mit. Stellt um 19.30 Uhr eine Kerze in euer Fenster. Vielleicht betet Ihr mit mir zusammen ein Vaterunser, denkt an all die Menschen, die wie wir jetzt in ihren Wohnungen oder im Krankenhaus am Fenster stehen und lasst uns so zusammen ein Netzwerk aus Licht und guten Gedanken knüpfen.
Bleibt behütet! Und bitte teilt diese Nachricht mit vielen.”

 

Die Corona-Epidemie trifft uns alle – persönlich, aber auch uns als Kirche. Wir wollen Menschen miteinander in Verbindung bringen. Wir laden dazu ein, sich unter Gottes Zusage zu versammeln und in Gemeinschaft Glauben zu leben. Jetzt werden wir unserer Verantwortung für die Menschen aber dadurch gerecht, dass wir genau dies alles nicht tun, sondern körperliche Distanz üben.

 

Wie Kirchenpräsident Volker Jung in den Empfehlungen vom 18. März geschrieben hat: „Es ist (deshalb) wichtig, dass wir alle Schutzmaßnahmen als gemeinschaftliches Handeln begreifen, mit dem wir uns umeinander sorgen.“ Wir fordern Sie daher auf, allen Empfehlungen der EKHN, des Robert-Koch-Instituts und der staatlichen Stellen zu folgen und persönliche Kontakte auf das absolut notwendige Minimum zu reduzieren. Aktuelle Informationen zum Umgang mit dem Virus finden Sie auf der Seite https://www.ekhn.de/service/massnahmen-gegen-corona.html.

 

Gleichzeitig sind wir beeindruckt von dem Engagement, das sich trotz aller Einschränkungen in den vergangenen Tagen in den Kirchengemeinden entwickelt hat. Neue Wege werden beschritten, um Menschen auch unter „Corona-Bedingungen“ eine frohe Botschaft zu vermitteln, Trost zu spenden und um denen zu helfen, die am meisten auf Hilfe angewiesen sind.

 

1. Eine-Kerze-im-Fenster Flashmob (s.o.)

Macht mit. Stellt um 19.30 Uhr eine Kerze in euer Fenster. Vielleicht betet Ihr (…), denkt an all die Menschen, die wie wir jetzt in ihren Wohnungen oder im Krankenhaus am Fenster stehen und lasst uns so zusammen ein Netzwerk aus Licht und guten Gedanken knüpfen. Bleibt behütet! Und bitte teilt diese Nachricht mit vielen.

 

2. Einkaufshilfen

Einige Gemeinde bieten bereits einen Einkaufsservice für Menschen, die zu Hause bleiben müssen.

 

3. Offene Kirchen

Das persönliche Gebet in einer offenen Kirche ist noch möglich und kann für Menschen ein tröstendes Angebot sein, auch wenn gegenwärtig kein Gottesdienst gefeiert werden darf.

 

4. Seelsorge am Telefon, auf digitalen Wegen und per Post

Die aktuelle Situation ängstigt viele Menschen. Gleichzeitig kann das unmittelbare persönliche Gespräch nicht mehr verantwortet werden. Pfarrerinnen und Pfarrer sind telefonisch, digital oder per Post erreichbar.

 

5. Alternative Gottesdienst-Formen („Home-Church“)

Kirchengemeinden laden bereits dazu ein, an den kommenden Sonntagen alternative Formen der Andacht und des Innehaltens zu Hause zu erproben.

 

6. Gebet in Zeiten des Corona-Virus

Die evangelische und die katholische Kirche sowie die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) fordern die Kirchengemeinden in Frankfurt und Offenbach auf, am Sonntag, 22.03.2020, um 12 Uhr für 10 Minuten die Glocken läuten zu lassen. Während die Glocken läuten, laden wir alle Menschen dazu ein, in einen gemeinsamen Gebetstext einzustimmen (siehe unten)

 

„Gebet in Zeiten des Corona-Virus“

(Sonntag, 22.03.2020, 12.00 Uhr in Frankfurt und Offenbach – beim Läuten der Glocken)

 

Gott, der du viele Namen hast,
wir rufen zu dir,
gemeinsam mit den vielen Menschen in unserer Stadt,
gemeinsam mit Menschen anderen Glaubens,
gemeinsam mit allen Menschen guten Willens,
wollen wir innehalten und unsere Sorgen bedenken.
Wir bringen sie vor dich.

Unser gewohntes Zusammenleben hat sich verändert.
Wir müssen Abstand halten von unseren Mitmenschen,
auch von Menschen, die uns lieb und wert sind,
denn wir wollen andere keiner Gefahr aussetzen.

Gott,
wir bitten dich um Zuversicht und Hoffnung in dieser verrückten Situation.
Lass uns besonnen handeln,
die Gefahr nicht auf die leichte Schulter nehmen,
aber auch nicht übertrieben reagieren,
und unseren Mitmenschen zugewandt bleiben.

Wir denken an die Menschen die an diesem Virus erkrankt sind:
Schenke ihnen Genesung!
Wir hören von der unerträglichen Situation in den überfüllten Krankenhäusern in anderen Ländern,
und bitten dich: Lass die Menschen dort nicht allein!

Wir denken an Eltern mit ihren Kindern,
und bitten dich um Frieden in den Familien – gerade unter den besonderen Belastungen, denen sie derzeit ausgesetzt sind.Wir denken an Menschen, die einsam sind und auf die Zuwendung anderer angewiesen:
Schenke uns Phantasie, ihnen zu zeigen, dass sie nicht alleine sind.

Wir denken
an Ärztinnen und Ärzte, an Pflegerinnen und Pfleger,
an Mitarbeitende im Rettungswesen,
an alle, die im Gesundheitswesen und in den Pflegeeinrichtungen arbeiten:
Gib ihnen Kraft und lass sie nicht müde werden, den Kranken beizustehen und ihnen freundlich zu begegnen.

Wir denken
an die Politikerinnen und Politiker, an die Mitarbeitenden in den Gesundheitsämtern und in den wissenschaftlichen Instituten:
Schenke ihnen Weisheit und Augenmaß in ihren Entscheidungen, die unser Zusammenleben betreffen, aber auch entschlossenes Handeln, wenn es nötig ist.

Wir denken auch
an alle, die jetzt noch schlimmer leiden als wir,
in den Kriegsgebieten in Syrien,
Obdachlose und Flüchtlinge, die auf der Straße leben müssen.
Schenke ihnen Trost und Menschen, die sich über sie erbarmen.

(Hier könnten Sie mit dem Vater Unser fortfahren, oder, wenn Sie einer anderen Religion angehören, mit einem wichtigen Gebet aus Ihrer eigenen religiösen Tradition.)

Vater unser im Himmel.
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen