EVA wünscht ein gesegnetes neues Jahr 2021!

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Café Wolllust kommt zu euch nach Hause! (Tutorials in der Infotheke)

DIY-Tutorial: Wachstücher selber machen

In unserem dritten Café Wolllust@Home haben wir Wachstücher selber hergestellt. Wachstücher sind praktisch, um mal eine Schüssel abzudecken oder was für unterwegs einzupacken und stellen somit eine nachhaltige Alternative zu Frischhaltefolie & Co dar. Eine Anleitung und Tipps findest du auch in den nächsten Bildern.

 

Für das Herstellen von Wachstüchern brauchst du:
• gewaschenen Leinen-/Baumwollstoff
• Bienen- oder Pflanzenwachs
• Backpapier
• entweder Backofen + Pinsel, oder Bügeleisen + hitzebeständige Unterlage

optional:
• gute Zickzack-Schere
• Licht- und luftunempfindliches Öl (z.B. Jojoba- oder Kokosöl)
• Lineal & Stift

 

 

 

Das Wachs:
Geeignet sind Wachse aus natürlichen Rohstoffen. Beliebt ist Bienenwachs, aber auch pflanzliche Wachse gehen, um vegane Wachstücher herzustellen.
Wichtig ist, dass sie keine weiteren Zusätze enthalten. Dann kannst du auch deine alte Bienenwachskerze (100% Bienenwachs, keine Zusatzstoffe!) verwenden. Größere Wachsstücke kannst du mit einer Käsereibe zerkleinern, um das Wachs anschließend gleichmäßiger verteilen zu können.
Pflanzliche Wachse: Carnauba, Candelilla, Raps, Soja, Sonnenblumen, Sumak, Reiskleie. Allerdings werden sie meistens importiert und sind im Wachstuch etwas steifer. Teilweise halten sie auch nicht so gut an Schüsseln. Beim Schmelzen im Backofen ggf. andere Schmelzpunkte beachten, aber zwischen 80-100 ℃ klappt das auch meist.
Bienenwachs hat zudem antibakterielle Eigenschaften. Du kannst die Wachse auch miteinander mischen.

Der Stoff:
Für Wachstücher nimmst du am besten dünne Stoffe aus Baumwolle oder Leinen. Den Stoff solltest du auf jeden Fall schon einmal gewaschen haben, um eventuelle Rückstände zu entfernen.
Vielleicht deine alte Bettwäsche? Achte darauf, dass sie aus 100% Baumwolle besteht 

Das Schneiden:
Generell lässt sich Stoff meist sauberer Reißen als Schneiden. Einmal Anscheiden und ziehen.
Gewachste Tücher fransen nicht so leicht aus, dennoch kannst du auch mit einer Zickzack-Schere dem Ausfransen vorbeugen. Zudem sieht es ganz hübsch aus. Wenn du weißt, was du häufig abdecken möchtest, kannst du diese Maße nehmen und rechnest ein paar Zentimeter drauf.

Das Verteilen:
Wenn du die Backofenvariante ausprobierst, achte darauf, dass das Tuch noch auf dein Backblech passt. Bei der Bügeleisenvariante bist du bei der Größe freier.
Lege dein Tuch auf Backpapier und verteile das Wachs gleichmäßige auf deinem Tuch. Besonders dünne Tücher brauchen gar nicht so viel Wachs.
Optional kannst du zusätzlich etwas Öl, wie Jojoba- oder Kokosöl, auf dein Tuch sprenkeln. In manchen Rezepten findet sich zusätzlich die Option etwas Kiefernharz unterzumischen, um die Klebrigkeit des Tuches zu erhöhen.

Variante 1: Die Bügeleisen-Methode
Nun legst du ein weiteres Backpapier auf dein mit Wachs bestreutes Tuch. Vorsichtig bügelst du auf der höchsten Stufe (ohne Wasserdampf) über dein Tuch, so dass das Wachs schmilzt und vom Tuch aufgesogen wird. Alle Stellen sollten gleichmäßig mit Wachs vollgesogen sein. Anschließend das Wachstuch zum Trocknen bzw. Erkalten aufhängen.

Variante 2: Im Backofen
Du heizt den Backofen auf 90℃ (Ober- & Unterhitze) vor. Vorsichtig schiebst du das Backblech mit Backpapier, Tuch und Bienenwachs für zirka 3 Minuten in den Ofen (mittlere Schiene). Feuchtes Wachs kannst du mit einem Pinsel noch an nicht vollgesogene Stellen bringen. Das Wachs härtet schnell aus. Achtung, den Pinsel bekommst du nur schwer sauber, benutze lieber einen alten oder vielleicht hast du schon einen „Wachs-Pinsel”. Das Wachstuch dann zum Trocknen bzw. Erkalten aufhängen.

Das gesamte Tuch sollte anschließend mit Wachs vollgesogen sein. Fehlt an manchen Stellen Wachs, kannst du noch etwas draufstreuen und anschließend noch mal bügeln oder in den Backofen schieben.

Hast du zu viel Wachs an einem Tuch? Dann lege ein weiteres (noch nicht gewachstes) Tuch dazu und bügle über beide noch mal drüber oder schiebe sie zusammen in den Backofen, so dass das zusätzliche Tuch das überschüssige Wachs aufnimmt. Du kannst auch versuchen überschüssiges Wachs mit einer Klinge abzuschaben und mit einem Fön (Heißluft) gleichmäßig zu verteilen.

Fertig! Nun kannst du in Zukunft Aluminium- und Klarsichtfolie in der Küche sparen und stattdessen deine selbstgemachten Wachstücher ausprobieren. Abdecken, einpacken, servieren. Probiere aus und erwähne uns gerne in deinen Bildern. Wachstücher halten lange und du kannst sie jederzeit mit etwas Wachs und Hitze wieder auffrischen. Sauber bekommst du sie, in dem du sie mit Wasser und ggf. etwas Spülmittel abwischst. Nicht zu warm waschen, sonst schmilzt das Wachs. Für rohes Fleisch und Eier sind Wachstücher nicht geeignet. Und vielleicht suchst du dir ein Wachstuch für Zwiebeln und Knoblauch aus, da es etwas den Geruch annimmt.

Hast du noch Fragen? Dann schreib uns gerne.

Dein Kreativcafé Wolllust Team

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